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70. Landesdelegiertenversammlung

Von Freitag, den 20.04., bis Sonntag, den 22.04.16, haben wir an der 70. Landesdelegiertenversammlung des RCDS Nordrhein-Westfalen in Neuss teilgenommen. Neben einer Kneipentour in der benachbarten Landeshauptstadt Düsseldorf und einem Besuch des früh-Kölsch Brauhauses in Neuss kam natürlich auch die Hochschulpolitik nicht zu kurz.

Zu den wichtigsten Punkten des Wochenendes gehörten neben Vorträgen von Armin Laschet MdL und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe auch die Wahl eines neuen Landesvorstandes sowie die Verabschiedung einer neuen Satzung.

Der neue Landesvorstand ist zum größten Teil der Alte, weiterhin den Vorsitz übernimmt Matthias Rübo vom RCDS Bonn. Sein Stellvertreter ist, ebenfalls wie schon im Jahr zuvor, Max Krone (Duisburg-Essen). Das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden und des Landesschatzmeisters übernimmt Cedrik Bals aus Münster, welcher Sebastian Kunzmann beerbt, welches nicht erneut zur Wahl antrat. Als Ziele schreibt sich der neue Vorstand die Mitgliederwerbung, eine Verbesserung des Politischen Beirates, die Einführung von Bezirksstammtischen und die Abkehr vom Hochschulzukunftsgesetz auf die Fahnen.

Noch vom alten Landesvorstand eingebracht wurde der Entwurf einer neuen Satzung, die die Zahl der Delegierten zur Landesdelegiertenversammlung verringern soll, da die bisherige Zahl an Delegierten auf lange Sicht finanziell nicht tragbar ist. Zur Debatte standen auch zwei Optionen, die Gruppen, welche bei den Hochschulwahlen besonders erfolgreich waren, einen zusätzlichen Delegierten zugedachten; letztendlich sprach sich jedoch eine Mehrheit der Delegierten gegen ein solches Leistungsprinzip und für starre Delegiertenzahlen je nach Hochschulgröße aus.

Neben einer neuen Satzung wurde auch der Leitantrag „Vision 2022: Freie Hochschullandschaft NRW“ verabschiedet. In diesem Antrag spricht sich der RCDS NRW u.a. für eine Stärkung des Senats als höchstes Entscheidungsgremium, für die Einführung von nachgelagerten Studienbeiträgen sowie für eine Reformierung der Verfassten Studierendenschaft aus.

Neben dem Leitantrag wurden weitere Anträge debattiert und verabschiedet. So spricht sich der RCDS NRW für eine Stärkung des Medizinstudiums durch eine zusätzliche medizinische Fakultät in Nordrhein-Westfalen und eine engere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Hochschulgemeinden aus. Auch soll der Übergang vom Bachelor zum Master vereinfacht werden und die Effizienz der studentischen Veranstaltungskritik verbessert werden. Ebenfalls wird eine Stärkung von Verbindungen als Teil der Hochschulkultur gefordert – hierbei ausgeschlossen sind Verbindungen, welche das Grundgesetz nicht akzeptieren oder vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

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Die Vertreter der RCDS-Gruppen aus Ostwestfalen-Lippe

Am Rande der Landesdelegiertenversammlung vereinbarten wir mit dem RCDS Bielefeld und dem RCDS der Hochschule OWL eine engere Zusammenarbeit. Erster Schritt ist der Besuch der Mitgliederversammlung des RCDS OWL am Dienstag, den 10. Mai in Lemgo.

 

Der RCDS Paderborn bedankt sich bei dem alten Vorstand für die gute Zusammenarbeit und gratuliert dem neuen Landesvorstand zur (Wider-)Wahl; besonderer Dank geht an die Landesgeschäftsstelle für die Organisation des Wochenendes in Neuss.

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